Aktuelle Diskussionen aus den Bereichen Finanzen, Leasing und zur Finanzwelt werden im Leasing-Blog MFL GmbH Managed Finance & Leasing veröffentlicht. Besonders in den letzten Monaten gab es viele Veränderungen, auf die sich die Leasing-Branche einstellen muss. Und auch die globale Finanzwelt mit Finanzkrise, Inflationsgefahr, Staatsverschuldungen und Währungskrise beschäftigt uns ständig.
In den letzten Monaten wurde in unseren Medien immer nur von der EURO-Krise gesprochen. Zuerst Griechenland, dann Irland und dann auch noch eventuell Portugal, Italien und Spanien, die unser Währunssystem belasten. Was ist aber, wenn die Volkswirtschaft Nr.1 der Welt unter Druck gerät ? - Austan Goolsbee, Berater von US-Präsident Barack Obama, hat jetzt in einem Interview im US-Fernsehen vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der USA. Goolsbee skizziert Szenarien, die schlimmer sind als jene während der Finanzkrise. Massive Konsequenzen für die Weltwirtschaft, Gehaltszahlungen für Personen im öffentlichen Dienst würden ausbleiben, ein massiver Kursrutsch des Dollars wäre unvermeidbar und möglicherweise würde ein Run auf die Banken erfolgen. In Europa konnten die "Sorgenkinder" Griechenland und Irland von der EU gestützt werden - wer aber kann die USA stabilisieren ?
Lesen Sie hier den kompletten Artikel vom 03.01.2011
Die Commerzbank könnte bald als Systemrelevante Bank eingestuft werden. Damit wäre sie nach der Deutschen Bank und der Allinaz das dritte deutsche Finanzinstitut. Insgesamt wollen die internationalen Finanzregulierer weltweit 30 bis 35 systemrelevante Banken festlegen, für die dann strengere Anforderungen als die Basel III-Regeln gelten sollen. Die Eigenkapitalquote systemrelevanter Institute soll dann zwei bis drei Basispunkte höher liegen als bei anderen Banken. Für die Commerzbank, die während der Finanzkrise der Staat mit Millardenzuschüssen rettete, bedeutet die Einstufung einen zusätzlichen Kapitalbedarf von etwa neun Millarden Euro.
Sie nennen es "Kompromiss". Die schwarz-gelbe Koalition hat in der letzten Nacht die Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke beschlossen. Im Durchschnitt bleiben demnach die Atomkraftwerke 12 Jahre länger am Netz. Wohl ein fauler Kompromiss !! - Denn es ging ja nur noch um die Dauer der Verlängerung. Man spricht jetzt von einem "großen Erfolg" und Umweltminister Röttgen (CDU) meint sogar : "Der Fahrplan in das Zeitalter der erneuerbaren Energie ist aufgestellt." Die geplante Brennelementesteuer wird letztendlich sicherlich auch von der Atomindustrie auf die Verbraucher umgelegt werden. Für die Atomindustrie ist diese Brennelementesteuer zeitlich begrenzt worden. Man kann gespannt sein, ob diese Begrenzung dann auch den Verbrauchern zugute kommen wird. Völlig unberücksichtigt wurde hier mal wieder die Meinung des Volkes. Demnach ist wohl der überwiegende Teil der Bevölkerung gegen eine Laufzeitverlängerung. Aktuelle wissenschaftliche Analysen bestätigen - eigentlich wäre Deutschand heute schon bereit, seinen kompletten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken.
Der Job von Thilo Sarrazin ist wohl weg. Nur noch der Bundespräsident muss unterschreiben, und das scheint reine Formsache. Zum ersten Mal in ihrer mehr als 50-jährigen Geschichte hat die Deutsche Bundesbank einen Verstand gefeuert. Sie war damit schneller als die SPD, die ihn auch loswerden will. Juristisch ist die Angelegenheit wohl aber noch lange nicht geklärt. Die Bundesbank muss sich da schon eine gute Begründung einfallen lassen. Denn zu den elementaren Aufgaben der Bundesbank gehört es nach wie vor, die Euro-Stabilität zu sichern sowie unsere Währungsreserven zu verwalten. Meinungen und Thesen, die Herr Sarrazin jetzt in seinem umstrittenen Buch veröffentlicht hat, können dabei eigentlich keine Rolle spielen. Und bei einem zu erwartendem Widerspruch Sarrazins könnte das der Bundesbank sogar teuer zu stehen kommen. Schließlich geht es wohl um jährliche Bezüge von 220.000 Euro bis zum Jahr 2014.
Wir haben in einem unserer früheren Blog-Beiträge (Bauen wir uns schon wieder eine Finanzblase auf ?) bereits darauf hingewiesen. Jetzt deuten viele Signale darauf hin, dass sich die USA nicht so schnell aus der Krise befreien können, wie beispielsweise Deutschland oder China. Für neue Spekulationen sorgen, der düstere Ausblick der US-Notenbank, schwache Zahlen bei den US-Exporten sowie aktuelle Konjunkturdaten zum Verbrauchervertrauen oder dem Arbeitsmarkt, die nicht besonders positiv ausgefallen sind. Die Verunsicherung steigt massiv. Die Aktienmärkte reagieren mit Nervosität, genauso wie die Devisenhändler. Der Dollar rutschte im Vergleich zum Yen auf ein 15-Jahrestief. Sollte die Kunjunktur einbrechen und die USA in eine neue Rezession rutschen, droht wohl erneut ein heftiger Schlag für die Finanzmärkte.
Jetzt ist es mittlerweile bereits ein Jahr her, dass unser Leasing-Blog online ist. Und obwohl seitdem die Besucherzahlen auf unserer Website stiegen sowie sich das Ranking in den Suchmaschinen deutlich verbesserte, wird die Teilnahme an unserem Leasing-Blog leider nur sehr wenig genutzt.
Zugegeben, wir haben bis heute auch noch nicht so viele Diskussionsthemen eingestellt. Wahrscheinlich haben wir zu sehr darauf gehofft, dass unsere User interessante Beiträge zur Leasing-Branche oder zum Thema Finanzwelt schreiben. Schließlich gab es ja besonders in den vergangenen Monaten besonders viel zu diesen Themen zu schreiben und zu diskutieren. Wir berichteten über neue Richtlinien und neue Gesetzeslagen für die Leasing-Branche. Und auch aus der Finanzwelt gibt es ja fast täglich zu berichten (Euro, Griechenland, Finanzkrise, das Verhalten von Politikern und Bankern in der Krise ...)
Also an alle blogfreudigen Leser. Ihr seid herzlich eingeladen, Euch an diesen Leasing-Blog zu beteiligen. Als Belohnung wird auch ein Dofollow-Link auf Eure Seite von diesem Blog gesetzt.
Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls die Stiftung Warentest, die aktuell die Anlagenberatung bei Geldinstituten untersucht hat. Bei dem Test wurde nicht einmal die Note "Gut" vergeben. Dagegen erhielten zwei hessische Banken (eine Volksbank und eine Sparkasse) die Note "Mangelhaft". Untersucht wurden 21 deutsche Geldinstitute nach ihrer Beratungsqualität. Seit Anfang des Jahres muss ein Beratungsprotokoll erstellt werden, wenn es um den Erwerb von Wertpapieren geht. In dem Test gab es allerdings meißtens kein Protokoll, obwohl danach gefragt wurde. Oft wurde ein zu riskantes Anlagemodell empfohlen. Vieles ist wieder so, wie vor der Finanzkrise, als Banken ihren Kunden (oft sogar Rentner oder Hausfrauen) hochriskante Zertifikate verkauft hatten. Viele Anleger von Lehmann-Brothers-Zertifikaten hatten plötzlich vollkommen wertlose Papiere in der Hand. Wann lernen denn endlich die Banker aus ihren Fehlern?
Droht durch die enorme greichische Staatsverschuldung eine weitere Euro-Abwertung ? Die europäische Währung fiel zuletzt im Vergleich zum US-Dollar von 1,51 (Ende November) auf aktuell 1,36.
Zunächst scheint die Krise durch die Maßnahmen der griechischen Regierung (Staatsanleihe und radikales Sparprogramm) einigermaßen gebannt. Allerdings mehren sich Hinweise auf massive Spekulationen gegen Griechenland und den Euro. Und wie reagiert die griechische Bevölkerung ? Was ist, wenn Proteste, Demonstrationen und sogar Gewalt weiter zunehmen ? Droht unter Umständen sogar eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands ? Sicherlich würde das nicht den Tod der EU-Währung bedeuten, aber eine dramatische Abwertung des Euro scheint weiterhin möglich.